Unverhofft kommt oft

März 29th, 2011

Guinness

Das Leben geht machmal seltsame Wege. Sonntag starb Islar, unsere Doggenhündin. Montag morgen ein aufgeregter (oder eher aufgelöster) Anruf: Guinness (siehe Foto) hat Urmel (DIE Katze schlechthin) erwischt - Urmel ist jetzt beim Tierarzt. Wenig später der zweite Anruf: Urmel ist tot. Urmel war nicht irgendeine Katze. Im Alter von wenigen Wochen hatte sich Urmel zwischen zwei ausgewachsene Wölfe gestellt, ein paar Hiebe verteilt und deutlich zu verstehen gegeben, dass Urmel jetzt Kuscheln will. Die Wölfe haben sich hingelegt, Urmel ist hineingekrochen und hat geschlafen. Und wehe, wenn der Kuschelwolf es wagte, sich zu bewegen.

Urmel, die Hundeerziehungskatze. Irgendwie hat Guinness das aber nicht mitbekommen und Urmel war diesmal zu langsam. Wer will es Frauchen da verdenken, dass Guinness angesichts der vielen anderen Katzen im Hause nicht bleiben kann? … Nun, wo ist noch ein Platz für einen anspruchsvollen Irish Wolfhound?

Das Ende der Geschichte: Guinness wohnt jetzt bei uns.

Erfahrene Mitbewohner zeigen Guinness, wie man hier so lebt: erstmal ein kleiner Einführungskurs für die Wellness-Matratze. Referentin: Annie.

Annie zeigt, wie man schläft

Dann mal kurz in die Küche. Das hier ist nur der Wasserbehälter für die Kaffeemaschine, also für Hunde uninteressant. Naja, aber man darf doch mal gucken…

Wasserbehälter: nix zu essen drin

Kimba kennt sich in der Küche sehr gut aus, er weiß immer genau, wo etwas zu Essen rumsteht. Das da oben auf der Mikrowelle unter dem Küchentuch, das sind Kekse. Machmal vergisst Frauchen auch das Futter wieder wegzuräumen, das sie nur kurz mal oben auf die Mikrowelle stellen wollte. Also merk’ Dir den Platz gut!

Mikrowelle

Wenn Besuch da ist, ist der Eßtisch auch ein beliebtes Ziel …. Hmmm, Plätzchen …. Guinnnneeeeesssss, jetzt pass doch mal auf, hier gibt es was zu essen!

Eßtisch mit Plätzchen

Ab und zu kommt ne kleine Blondine zu Besuch. Nein, die ist zwar so blond wie Du, die wächst aber nicht mehr.

kleine Blondine

Nun, nach dem ganzen Unterricht mach’ ich mal wieder eine Nickerchen auf dem tollen Schlafkissen. Gefällt mir!

Schlafkissen

Islar: Sep. 2006 - 27.03.2011

März 29th, 2011

Islar in Memorial

Islar hat es nicht geschafft. Am Mittwoch letzter Woche hatte die Tierärztin einen schweren Herzfehler festgestellt und uns davon abgeraten, mit Islar in den Urlaub zu fahren (war ab Donnerstag geplant,wir haben den Urlaub daher abgesagt). Die Medikamente wollten nicht so recht anschlagen, ab Freitag wurde die Medikation noch einmal deutlich erhöht. Am Samstag war sie noch recht munter und zeigte Ansätze zum Spielen, über Nacht hat sich der Zustand allerdings dramatisch verschlechtert. Petra ist mit Islar Sonntag morgen noch in die Tierklinik gefahren, in der gerade ein Spezialist für Herzkrankheiten Dienst hatte. In die Untersuchungsräume musste Islar allerdings schon getragen werden. Das Herz wollte nicht mehr, der Bauchraum war voller Wasser, die Medikamente schlugen bei Islar nicht an.

Islar war ein sanfter und herzensguter Hund - zumindest Menschen gegenüber. Anderen Hunden konnte sie das Leben zur Hölle machen, Retriever und Labradore hätte sie am liebsten alle gefressen. Mit Hunden, die deutlich größer waren als sie selbst (wie unsere Annie und Kimba), konnte sie sich gut vertragen. Menschen gegenüber hat sie sich regelrecht eingeschleimt - im wahrsten Sinne des Wortes. Doggen sabbern nun mal. Trotzdem  musste man Islar einfach liebhaben.

Wir vermissen sie sehr.

PS: Annie hat ebenfalls einen schweren Herzfehler und war vier Tage vor Weihnachten schon auf dem Weg ins Jenseits - Wasser in der Lunge und kurz vor dem Ersticken. Die Not-OP hatte Annie aber erstaunlich gut weggesteckt. Annies Herzfehler ist etwas anders gelagert als sonst bei Hunden: ihr Herz schlägt kräftig, nur ein Vorhof macht manchmal, was er will - im schlimmsten Fall arbeitet er genau gegen das restliche Herz und bringt den Blutstrom vollständig zum erliegen. Annie spricht Gott sei Dank sehr gut auf die Medikamente an. Das Herz rumpelt beim Abhören zwar wie ein LKW über eine Schlaglochpiste - gesund ist das sicher nicht - aber Annie ist jeckig wie immer. Nur der Nachmittagsspaziergang fällt halt weg. Kritisch wird es auf jeden Fall im Sommer - Annie mag Temperaturen jenseits von 15 Grad überhaupt nicht. Mal abwarten, vielleicht wird es ja auch ein guter (nasser und kalter) Sommer.